Fassprojekte:


Allgemeines

 

 Auf dieser Seite möchte ich Ihnen meine Fassprojekte vorstellen, aber auch gleichzeitig erläutern, was man sich unter diesem Thema überhaupt vorstellen kann. Weiter unten sehen Sie dann meine "Abfüllhistorie", also die Abfüllungen die ich bislang erfolgreich durchgeführt haben. Sollten Sie Fragen haben oder mehr Details wissen wollen, dann melden Sie sich gerne!

Was sind Fassprojekte?

 

Fassprojekte sind kleinere oder größere Versuche Whisky geschmacklich zu verändern. Konkret heißt das, dass ich frische, leicht bzw. mittel getoastete (geröstete) Eichenfässer von der Firma Eder in Bad Dürkheim kaufe und nachdem ich sie ausreichend gewässert habe mit Wein o.ä. belegen. Jedes neue Fass muss zu beginn gewässert werden, um die Dichtigkeit des Fasses zu überprüfen bzw. dem Holz die Möglichkeit zu geben sich vollzusaugen. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass die eingefüllte Flüssigkeit durch die Poren und Fugen einfach davonläuft. Das wiederum wäre nicht in meinem Sinn und würde auch für eine gehörige Sauerei im Keller sorgen :-). Aber wieder zurück zum Thema!

Wie funktioniert das?

 

Lange bevor ich das Fass kaufe überlege ich mir mit welchem Wein, Likörwein, Süßwein, Sherry, Portwein o.ä. ich arbeiten will. Diese Auswahl muss sorgsam getroffen werden und erfordert ausgiebiges Probieren, denn nicht jeder Wirt (so nennt man die Fassfüllung) ist geeignet oder hat die Kraft dem Holz entsprechende Geschmacksnoten zu übertragen.

 

Wenn ich dann einen geeigneten Kandidaten gefunden habe, das Fass gekauft und gewässert ist, es belegt, also der Wirt eingefüllt. Danach heißt es erst einmal lange warten... warten... und weiter warten. In der Zwischenzeit bin ich aber keinesfalls untätig, denn es gilt den passenden Whisky zu finden, denn auch hier ist klar, dass nicht jeder Whisky für diese Projekte geeignet ist. Also darf ich erneut probieren und fachsimpeln!

 

Eine elementare Grundvoraussetzung ist, dass der Whisky fassstark ist, d.h. mehr als 50 Volumenprozent hat. Das ist derart wichtig, weil der Whisky während der Reifung erneut den allseits bekannten "Angels Share" verliert. Auf deutsch heißt das "der Anteil für die Engel" und in der Praxis bedeutet das, dass der Whisky während der Reifung verdunstet und sich somit der Alkoholgehalt während der Lagerung verändert. Aufgrund der zahlreichen Projekte und der daraus gewonnenen Erfahrung kann ich mittlerweile sagen, dass pro Woche ca. 1 Volumenprozent verloren geht. Da Whisky mindestens 40 Volumenprozent haben muss, um sich so nennen zu dürfen, ist klar, dass man einen gewissen Handlungsspielraum braucht.

Welcher Whisky eignet sich für meine Fassprojekte?

 

Grundsätzlich könnte man jeden fassstarken Whisky nehmen, ins Fass legen und schauen was passiert, doch ich möchte, dass das Endergebnis definitiv schmeckt.

Dies hat zur Folge, dass die Whiskyauswahl sehr sorgsam getroffen werden muss und auch nicht von heute auf morgen vonstatten geht. 

 

Ich habe mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass sich junge Bourbonfasslagerungen am Besten eignen. Junge Single Malts haben den Vorteil, dass sie sich noch entwickeln bzw. verändern können. Ein älterer Whisky hat bereits Struktur und einen Charakter erfahren, sodass hier das Risiko zu hoch wäre damit zu experimentieren oder auch einfach diesen Whisky zu verderben.

Grundsätzlich gilt aber, und das ist das Allerwichtigste, dass man den Whisky nimmt, der einem am besten schmeckt und die oben genannten Anforderungen erfüllt oder sich in deren Rahmen bewegt.

 

Kombinationen aus Bourbon- und Sherryfasslagerungen bringen allerdings bereits mehr Geschmack und Charakter mit, sodass das Endergebnis definitiv davon profitieren kann, wenn ein leichter Sherryeinfluss vorhanden ist.

Wie geht es denn nun weiter und wann ist der Whisky fertig?

 

Wenn ich mich dann für einen Whisky entschieden habe und der Wirt lange genug im Fass war, dann darf der Whisky in das frisch entleerte Eichenfass einziehen und in Ruhe im Keller lagern. Grob zwei Wochen braucht das Holz bis es beginnt aktiv zu arbeiten. Diese Zeit gewähre ich dem Whisky auch blind. Danach muss das Fass regelmäßig kontrolliert werden, denn bei den von mir verwendeten Fassgrößen von 5 bzw. 10 Litern läuft die Reifung im Eilverfahren ab. Das hat zur Folge, dass ich in wenigen Wochen das erreiche, was in den Destillerien oft Monate bzw. Jahre dauert. Der Nachteil daran ist, dass gerade die erste Whiskyfassfüllung sehr viel Eichenwürze abbekommt und wenn man den entscheidenden Punkt verpasst, zu holzlastig wird. Das möchte ich natürlich vermeiden, denn mein eherner Grundsatz lautet: " Verkauft oder abgegeben wird nur, was mir selbst schmeckt!"

 

In der Regel kann man die erste Fassfüllung nach drei bis vier Wochen entnehmen bzw. das Fass abfüllen. Die zweite Füllung kann vier bis vielleicht sechs Wochen lagern und die dritte und bei uns auch letzte Füllung dann durchaus acht Wochen und mehr.

Der Whisky ist fertig, wie geht es denn nun weiter?

 

Wenn mein Fassprojekt den von mir gewünschten Verlauf genommen hat und erfolgreich abgefüllt wurde, dann geht es an das Flaschendesign bzw die Erschaffung der Etiketten.

 

Grundsätzlich werden meine Fassprojekte in 10cl- bzw. 35cl-Flaschen abgefüllt. Hierfür habe ich mir eine schöne Flaschenreihe ausgesucht, welche dann je nach Art der Abfüllung mit einem eigenen Etikett, in meinem Design, beklebt und mit der farblich passenden Schrumpfkapsel verschlossen wird. Mein Flaschendesign konnten Sie ja bereits auf den Bildern weiter oben sehen.

 

Der Whisky ist fertig und abgefüllt! Ich konnte Ihr Interesse an meinen Fassprojekten wecken? Kein Problem, melden Sie sich gerne bei mir, wenn Sie eine Kostprobe möchten :-)

Abfüllhistorie:


01. BOFET (Highland Single Malt Whisky trifft Spätburgunder Sonnenberg)

02. BOFET (Islay Single Malt Whisky trifft Spätburgunder Sonnenberg)

03. Pfälzer Leidenschaft - Speyside Single Malt Whisky trifft Pedro Ximenez Sherry

04. Pfälzer Leidenschaft - Peated Highland Single Malt Whisky trifft Monbazillac

05. Pfälzer Leidenschaft - Speyside Single Malt Whisky trifft Monbazillac

06. Pfälzer Leidenschaft - Islay Single Malt Whisky trifft Monbazillac

07. Pfälzer Leidenschaft - Highland Single Malt Whisky trifft Spätburgunder

08. Pfälzer Leidenschaft - Speyside Single Malt Whisky trifft Monbazillac

09. Pfälzer Leidenschaft - Peated Island Single Malt Whisky trifft Monbazillac

10. Pfälzer Leidenschaft - Speyside Single Malt Whisky trifft Moscatel

11. TOMALAGA - Highland Single Malt Whisky trifft Malaga

12. Pfälzer Leidenschaft - Islay Single Malt Whisky trifft Monbazillac